
Wäsche waschen, letzte Dinge besorgen, Koffer packen… das alles machen wir wenn wir reisen. Aber was macht eigentlich so ein Bild, wenn es reist?
Eines unserer Werke aus der Sammlung, die „Italienerin mit Spinnrocken“ von Elisabeth Jerichau-Baumann ist daher gerade nicht zu Hause.
Sie hat von März bis August die Ausstellung „Crossing borders“ im Nationalmuseum Finnlands bereichert und ist anschließend nach Düsseldorf weitergereist, um dort in der wundervollen Ausstellung „Künstlerinnen!“ im Kunstpalast an der Wand Platz zu nehmen. Im Februar kehrt sie nach Ihrer langen, ein ganzes Jahr dauernden Reise wieder nach Wesel zurück.
DIE AUSTELLUNGEN
Beide Projekte beschäftigen sich nach jahrelanger Forschungsarbeit erstmals mit Künstlerinnen und ihren Netzwerken im 19. Jahrhundert, die in Deutschland studierten und arbeiteten. In dieser Zeit standen Frauen vor der schwierigen Wahl zwischen einer künstlerischen Laufbahn und der Gründung einer Familie; zudem besaßen sie noch kein Wahlrecht, geschweige denn den Zugang zu den männlichen dominierten Akademien als künstlerische Ausbildungsstätten. Die vorgestellten Künstlerinnen leisteten Pionierarbeit und ebneten so den Weg für die nachfolgenden Generationen.
EINE PREMIERE!
Wir haben uns sehr über die Anfrage der beiden Kuratorinnen der „Schwester“ausstellungen Dr. Kathrin DuBois und Dr. Anne-Maria Pennonen in Helsinki und Düsseldorf gefreut und gern das spannenden Projekt zu den noch wenig erforschten und unterrepräsentierten weiblichen Künstlerinnen des 19. Jahrhunderts unterstützt.
Die „Italienerin mit Spinnrocken“ ist übrigens ezum ersten Mal seit ihrem Zugang im Jahr 1965 zu unserer Sammlung in Wesel „außer Haus“ und wir freuen uns, dass sie nun in diesen Ausstellungen viele tausende Menschen bewundern können.
Die Ausstellung in Düsseldorf ist noch bis zum 1. Februar 2026 zu sehen.