
Erna Suhrborg-Preis 2026:
Ein Fest für die Kunst am Weltfrauentag
Die Entscheidung ist gefallen: Am Sonntag, den 8. März 2026, wurden im Rahmen eines feierlichen Festakts im Städtischen Bühnenhaus die Preisträgerinnen des diesjährigen Erna Suhrborg-Preises bekannt gegeben.
Vor rund 450 Gästen fand die vierte Edition des Preises am Internationalen Frauentag ihren glanzvollen Höhepunkt. Die Veranstaltung markierte den Abschluss einer überaus erfolgreichen Werkschau, die seit Januar die beeindruckende Qualität und Vielfalt autodidaktischer Kunst aus Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus präsentierte.
Hohe Beteiligung und demokratische Entscheidung
Das Besondere am Erna Suhrborg-Preis ist seine demokratische Struktur: Über die gesamte Ausstellungsdauer war das Publikum aufgerufen, für seine Favoritinnen abzustimmen. Die Resonanz war überwältigend. Das Votum der Besucherinnen und Besucher floss zu exakt 50 Prozent gleichberechtigt mit der Entscheidung einer Fachjury in die finale Preisvergabe ein.
Die Preisträgerinnen des Hauptpreises
Der von Gabriele und Hans Dieter Suhrborg gestiftete und mit 2.000 Euro dotierte Hauptpreis würdigt Künstlerinnen, die – ganz im Sinne der Namensgeberin – eine hohe künstlerische Qualität ohne akademisches Studium erreicht haben.
- 1. Preis: Bettina Hachmann (Verbunden mit einer Einzelausstellung in der Hauptstelle der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe)
- 2. Preis: Dr. Petra Zieracks
- 3. Preis: Seona Sommer
Die zweit- und drittplatzierten Künstlerinnen erhalten ebenfalls die Möglichkeit einer Ausstellung im Stadtgebiet von Wesel.
Starke Signale: Der Nachwuchspreis 2026
Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Talentförderung. Aus den nominierten Schülerinnen aus Wesel wurden in zwei Alterskategorien folgende Siegerinnen gekürt:
Kategorie 10–14 Jahre:
- Franziska Gruhn
- Alessia Inkmann
- Charlotte Gardemann
Kategorie 15–18 Jahre:
- Siyu Guan
- Nabiha Jimmader
- Marie Korsch
Neuer Akzent in der Nachwuchsförderung
In diesem Jahr setzt der Preis, der gemeinschaftlich von der Stadt Wesel und dem Städtischen Museum vergeben wird, einen besonderen Schwerpunkt auf die Talentförderung. Ein Highlight für die jungen Teilnehmerinnen ist die vertiefte Praxisnähe: Alle Siegerinnen des Nachwuchspreises erhalten neben einer finanziellen Anerkennung die Möglichkeit zur kreativen Begleitung durch eine erfahrene Künstlerin in einem Workshop. Die dort entstehenden Werke werden anschließend in einer gemeinschaftlichen Ausstellung präsentiert. Dabei werden die Talente vom Team des Städtischen Museums professionell kuratorisch unterstützt, um wertvolle Einblicke in die Konzeption und Gestaltung von Kunstausstellungen zu gewinnen.
Attraktive Auszeichnungen für Künstlerinnen
Das Städtische Museum Wesel vergibt alle drei Jahre den von Gabriele und Hans-Dieter Suhrborg gestifteten »Erna Suhrborg-Preis«.
Die Auszeichnung wird an bildende Künstlerinnen vergeben, die sich – wie die Namensgeberin des Preises – durch eine hohe Qualität ihres künstlerischen Schaffens auszeichnen, ohne ein künstlerisches Hochschulstudium abgeschlossen zu haben. Gleichzeitig verleiht die Stadt Wesel seit 2020 einen Nachwuchspreis an Schülerinnen.
Alle Finalistinnen im Überblick:
Künstlerinnen:
Claudia Ebbing, Sabine Ehrle-Niederehe, Gabriele Fengels, Barbara Friebe, Anne Friederichsen, Bettina Hachmann, Sylvie Hauptvogel, Annerose Klaas, Olga Krakovyak, Bärbel Krumme, Brigitte Maxrath-Enger, Anja Neimöck, Elke Pillig, Lucy Pillig, Ina Preuß, Aline Regese, Nicole Schillings, Elisabeth Schlanstein, Angelika Schledz, Seona Sommer, Petra Zieriacks.
Nachwuchspreis:
Lusiana Asani, Ebrar Bulut, Emma Elisa Dörken, Charlotte Gardemann, Franziska Gruhn, Siyu Guan, Charlotte Holloh, Alessia Inkmann, Nabiha Jimmader, Amal Khattabi El Abbassi, Marie Korsch, Eva Marinac, Maya Okesanya, Nilda Fatma Oruc.
Hintergrund: Wer war Erna Suhrborg?
Die 1995 in Wesel verstorbene Künstlerin Erna Suhrborg ist das Vorbild für diesen Preis. Als Autodidaktin entwickelte sie eine unverwechselbare, oft leise und abstrakte Formensprache, die eng mit ihrem Leben am Niederrhein verwoben war. Der von Gabriele und Hans-Dieter Suhrborg gestiftete Preis trägt ihr Erbe weiter und unterstützt Frauen, die mit gleicher Konsequenz ihren künstlerischen Ausdruck suchen.